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ArchivierungInnovationMenschen bei kgsSAP

3 Fragen an Pierre Fey

18.12.2020 von Johanna Zinn

Pierre ist Head of Professional Services bei kgs. Sein Team nennen wir nur die #Consultinghelden. Ein Team voller Ghost Busters, die auch im Jahr der Corona-Pandemie Antworten darauf gefunden haben, ganz nah beim Kunden zu sein, auch wenn alle daheimbleiben.

 

1.      Software-Implementierung beim Kunden und Corona-Pandemie – wie geht das zusammen?

Das funktioniert durch Kompetenz, Vertrauen, Integrität und Freiheit.

Dienstleister, in unserem Falle zum Beispiel die SAP Consultants, brauchen die nötigen Kompetenzen, um Remote und Onsite arbeiten zu können. Um diese Kompetenzen zu erweitern, haben wir verschiedene Maßnahmen getroffen. Die Vier-Tage-Woche zum Beispiel erlaubt es einem Berater, einen Tag in der Woche neue Themen zu erarbeiten und Wissen zu vertiefen. Ich verschenke regelmäßig Bücher und wir testen stets neue Modelle und Software. Aktuell entwickeln wir mit einer Kollegin aus dem Team ein Lean Implementation Modell zur schnellen Einführung von Archivierungslösungen. Wir schauen uns an, wie Tools like Miro in unseren Workshops genutzt werden können.

Ich vertraue meinem Team zu 100%, daher gibt es keine Kontrollen. Innerhalb von kgs arbeiten wir schon immer viel im Homeoffice und mit komplett freier Arbeitseinteilung. Das machen die Berater somit alles eigenverantwortlich. Mich interessiert es nicht, ob jemand in Spanien am Strand oder von zu Hause aus arbeitet. Ob er oder sie das nachts oder tagsüber macht. Es gibt ein Commitment: die Qualität des Projekts und Zufriedenheit des Kunden darf in keinem Fall darunter leiden und hat höchste Priorität. Die Berater leben dieses Vertrauen, indem sie es nicht ausnutzen. Sie organisieren sich selbst und durch den stetigen Austausch bin ich immer im Bilde. Wurde ich bisher mit diesem System enttäuscht. Nein.

Integrität liegt nah am Vertrauen. Ich vertraue immer darauf, dass meine Kolleg*innen ihre Zusagen einhalten. Das tun sie mir gegenüber und vor allem dem Kunden gegenüber.

Freiheit: Wir sind sehr flexibel. Ich gebe dem Team alle Freiheiten. Das ist wie beim Basketball. Da gibt es ein Spielfeld (unsere Projekte) und für dieses Spielfeld gibt es Regeln und Strategien. Wie die Spieler das alles umsetzen um zu siegen, bleibt Ihnen überlassen. Der Coach steht am Rand und setzt die nötigen Impulse. Das ist Freiheit, die ich im Team lebe. Funktioniert das immer, nein. Ist es gut, ja.

 

2.     Schreckgespenst Dokumentenmigration – zu Recht oder zu Unrecht?

Wenn es ein Schreckgespenst ist, dann sind wir definitiv die Ghost Busters und zähmen es ????. Also mal im Ernst, es ist kein Schreckgespenst. Vor Gespenstern hat man nur Angst, weil es etwas Unbekanntes ist. Diese Angst nehmen wir unseren Kunden gerne mit viel Transparenz und über 20 Jahren Expertise. Für uns ist es also kein Schreckgespenst und wenn ein Unternehmen, mit uns seine Migration durchführt, dann auch nicht für das Unternehmen. Wir haben schon hunderte Migrationen gemacht. In allen Formen, Facetten und Farben. Ich kann mich in den 5 Jahren kgs nicht erinnern, dass es eine einzige Migration gab, die wir nicht durchführen konnten. War das immer einfach? Nein sicher nicht. Doch durch die interne Unterstützung von zum Beispiel dem Support, der Entwicklung und Dev Ops schaffen wir selbst die schwierigsten Fälle. Ich glaube unsere Referenzen sprechen da für sich. Wir haben wirklich schon wilde Sachen gemacht. Wenn alle an einem Strang ziehen geht das. Wichtig ist an der Stelle die Transparenz. Wir holen so früh wie möglich alle Betroffenen ins Boot und machen sie zu Beteiligten. Das fängt beim direkten Kunden an, bis hin zum Hoster, Dienstleister und Wirtschaftsprüfer.

3.     Was ist dein größtes Learning über all die von dir und deinem Team begleiteten Projekte? 

Wir haben für uns eine Art “magisches Dreieck” entwickelt. Es beschreibt die Skills, die ein Consultant in unserem Team haben muss, damit er mit den Kunden erfolgreich sein kann (siehe Skizze). In der Mitte dieses Dreiecks steht der Mensch. Und genau das ist mein größtes Learning. Ein Berater kann ein Top SAP-Guru sein, zutiefst bewandert im Projektmanagement und richtig nerdig in IT-Bereichen wie Infrastruktur oder Programmierung. Er oder Sie kann das beste Outfit tragen, viele Fachwörter verwenden und ein tolles Auto fahren. All das nutzt in Projekten nichts, wenn er oder sie nicht mit Menschen umgehen kann. Mit Menschen steht und fällt der Prozess, das Projekt und der Erfolg. Deswegen steht der Mensch in unserem Kompetenzdreieck im Zentrum all unseren Handelns.