Wenn Software zuverlässig sein soll – besonders in sensiblen Bereichen wie Archivierungs- oder Middleware-Systemen – darf Qualität kein Zufallsprodukt sein. Test-Driven Development (TDD) bietet genau dafür ein strukturiertes Vorgehen: Erst der Test, dann der Code. In jüngsten Projekt hat sich gezeigt, wie stark TDD die Fehlerquote senkt, die Architektur verbessert und langfristig Entwicklungskosten spart. Der Artikel zeigt anhand eines realen Beispiels, wie TDD im Alltag eines Entwicklerteams funktioniert, was die größten Stolpersteine sind und warum sich der Ansatz gerade in komplexen Systemlandschaften auszahlt.
In modernen Integrationslandschaften – insbesondere dort, wo SharePoint, Power Automate, Custom Connectors und CMIS-basierte Archivsysteme zusammenspielen – ist zuverlässiges Verhalten kein „Nice to have“, sondern geschäftskritisch. Deshalb nutzen wir in unseren Projekten konsequent Test-Driven Development (TDD).
Der zentrale Vorteil: TDD minimiert Integrationsrisiken, bevor sie zu echten Problemen werden. Unsere Middleware kommuniziert mit mehreren externen APIs, die sich in Struktur, Semantik oder Timing ändern können. Indem wir Tests bereits vor der Implementierung formulieren, definieren wir klar, welches Verhalten wir erwarten – und erkennen sofort, wenn ein externer Dienst etwas liefert, das nicht unseren Annahmen entspricht. TDD wirkt wie ein Sicherheitssystem für verteilte Softwarearchitekturen.
Darüber hinaus dienen die Tests als ausführbare Spezifikation. Statt umfangreicher Beschreibungen halten wir das gewünschte Verhalten präzise in Testfällen fest. Das führt zu robusterer Software, klarerem Design und einer Entwicklung, die transparent und reproduzierbar bleibt – unabhängig davon, wie komplex die Datenflüsse sind. TDD sorgt dafür, dass Anforderungen nicht nur dokumentiert, sondern präzise verifizierbar sind.
Der wichtigste Punkt jedoch – gerade in der Archivierungsdomäne: TDD erhöht die Fehlertoleranz unserer Systeme signifikant. Archivierungsprozesse dürfen keine Unsicherheit kennen. Deshalb modellieren wir mit TDD nicht nur das gewünschte Normalverhalten, sondern auch jene Fehlerfälle, die hoffentlich nie eintreten: unvollständige Dokumente, unerwartete Metadaten aus SharePoint, Netzwerkfehler Richtung CMIS oder inkonsistente API-Antworten aus Power Automate. Indem wir kritische Szenarien vorab testen, stellen wir sicher, dass unsere Systeme zuverlässig reagieren – selbst wenn die Realität einmal unordentlicher ist als das Ideal.
Kurz gesagt: TDD hilft uns, Integrationen stabil zu halten, Verhalten eindeutig zu definieren und Fehler im Archivierungsprozess proaktiv auszuschließen. Genau deshalb ist Test-Driven Development für uns nicht nur eine Methode – sondern ein wesentlicher Bestandteil unserer Qualitätsstrategie.
Weitereführende Informationen


Weitere Infos

