Alle Artikel

Warum wir bei der Entwicklung unserer Middleware auf Test-Driven Development setzen

Wenn Software zuverlässig sein soll – besonders in sensiblen Bereichen wie Archivierungs- oder Middleware-Systemen – darf Qualität kein Zufallsprodukt sein. Test-Driven Development (TDD) bietet genau dafür ein strukturiertes Vorgehen: Erst der Test, dann der Code. In jüngsten Projekt hat sich gezeigt, wie stark TDD die Fehlerquote senkt, die Architektur verbessert und langfristig Entwicklungskosten spart. Der Artikel zeigt anhand eines realen Beispiels, wie TDD im Alltag eines Entwicklerteams funktioniert, was die größten Stolpersteine sind und warum sich der Ansatz gerade in komplexen Systemlandschaften auszahlt.

Maik Wodarz
Maik Wodarz
14.01.2026
3 Minute Lesezeit
3 Minuten Lesezeit

In modernen Integrationslandschaften – insbesondere dort, wo SharePoint, Power Automate, Custom Connectors und CMIS-basierte Archivsysteme zusammenspielen – ist zuverlässiges Verhalten kein „Nice to have“, sondern geschäftskritisch. Deshalb nutzen wir in unseren Projekten konsequent Test-Driven Development (TDD).

Der zentrale Vorteil: TDD minimiert Integrationsrisiken, bevor sie zu echten Problemen werden. Unsere Middleware kommuniziert mit mehreren externen APIs, die sich in Struktur, Semantik oder Timing ändern können. Indem wir Tests bereits vor der Implementierung formulieren, definieren wir klar, welches Verhalten wir erwarten – und erkennen sofort, wenn ein externer Dienst etwas liefert, das nicht unseren Annahmen entspricht. TDD wirkt wie ein Sicherheitssystem für verteilte Softwarearchitekturen.

Darüber hinaus dienen die Tests als ausführbare Spezifikation. Statt umfangreicher Beschreibungen halten wir das gewünschte Verhalten präzise in Testfällen fest. Das führt zu robusterer Software, klarerem Design und einer Entwicklung, die transparent und reproduzierbar bleibt – unabhängig davon, wie komplex die Datenflüsse sind. TDD sorgt dafür, dass Anforderungen nicht nur dokumentiert, sondern präzise verifizierbar sind.

Der wichtigste Punkt jedoch – gerade in der Archivierungsdomäne: TDD erhöht die Fehlertoleranz unserer Systeme signifikant. Archivierungsprozesse dürfen keine Unsicherheit kennen. Deshalb modellieren wir mit TDD nicht nur das gewünschte Normalverhalten, sondern auch jene Fehlerfälle, die hoffentlich nie eintreten: unvollständige Dokumente, unerwartete Metadaten aus SharePoint, Netzwerkfehler Richtung CMIS oder inkonsistente API-Antworten aus Power Automate. Indem wir kritische Szenarien vorab testen, stellen wir sicher, dass unsere Systeme zuverlässig reagieren – selbst wenn die Realität einmal unordentlicher ist als das Ideal.

Kurz gesagt: TDD hilft uns, Integrationen stabil zu halten, Verhalten eindeutig zu definieren und Fehler im Archivierungsprozess proaktiv auszuschließen. Genau deshalb ist Test-Driven Development für uns nicht nur eine Methode – sondern ein wesentlicher Bestandteil unserer Qualitätsstrategie.

,

Inhaltsverzeichnis

Weitereführende Informationen

No items found.

Teilen

Jetzt teilen

Erfolgreiche Use Cases

tia® von kgs in der Praxis

Kärcher: Archivierung in der Cloud und CMIS-Readiness aus einer Hand

  • Archivierung im Zuge der S/4HANA Transformation
  • AWS-Plattform
  • ArchiveLink und CMIS
Mehr erfahren
Abstrakte weiße Linien, die sich vom unteren linken zum oberen rechten Rand über einen petrolfarbenen Hintergrund erstrecken.

Zwei Personen 8 Terabyte

  • Archivierungslösung bei Hensoldt
  • Migrationsvorgang von über 8 Terabyte
  • kgs Lösungen bei Hensoldt im Überblick
Mehr erfahren
Abstrakte weiße Linien, die sich vom unteren linken zum oberen rechten Rand über einen petrolfarbenen Hintergrund erstrecken.

Coats wechselt zum kgs Archiv und geht in die Cloud

  • Motivation zum Archivsystem-Wechsel
  • kgs Lösung für Coats / Ablauf der Migration
  • Tschüss On-Premises - Hallo Cloud
Mehr erfahren
Abstrakte weiße Linien, die sich vom unteren linken zum oberen rechten Rand über einen petrolfarbenen Hintergrund erstrecken.

Migration von 6 Terabyte Dokumenten

  • Motivation zum Wechsel zur kgs Lösung
  • Besonderheiten bei der Trumpf-Archivierung
  • kgs Lösungen bei Trumpf
Mehr erfahren
Abstrakte weiße Linien, die sich vom unteren linken zum oberen rechten Rand über einen petrolfarbenen Hintergrund erstrecken.

Neues kgs Archiv mit Rechnungserfassung

  • Einblicke in die Datenmigration
  • Übertragung der Eingangsrechnungen
  • Verschiedene kgs Produktmodule bei Röchling im Überblick
Mehr erfahren
Abstrakte weiße Linien, die sich vom unteren linken zum oberen rechten Rand über einen petrolfarbenen Hintergrund erstrecken.

SAP-Archivierung unter S/4HANA mit kgs

  • Motivation für den Archivsystem-Wechsel
  • kgs Lösung für Döhler
  • Archivierung mit S/4HANA
Mehr erfahren
Abstrakte weiße Linien, die sich vom unteren linken zum oberen rechten Rand über einen petrolfarbenen Hintergrund erstrecken.
Previous
Next
Abstraktes petrolblaues Design mit geschwungenen Linien und gepunktetem Muster.Blauer Hintergrund mit geschwungenen Linien aus kleinen Punkten, die von oben rechts nach unten verlaufen.

FAQ

FAQ zu tia® – the intelligent archive

Sollten Sie weitere Fragen zu tia® haben, die hier nicht beantwortet werden, finden Sie in unseren Insights vertiefende Informationen und hilfreiche Ressourcen. Gerne beraten wir Sie auch persönlich, wenn Sie eine individuelle Lösung benötigen.

Jetzt Demo anfragen
Abstraktes petrolblaues Design mit geschwungenen Linien und gepunktetem Muster.Blauer Hintergrund mit geschwungenen Linien aus kleinen Punkten, die von oben rechts nach unten verlaufen.

Ein Content Server ist ein System zur zentralen Speicherung, Verwaltung und Bereitstellung digitaler Inhalte wie Dokumente, Bilder oder Videos. Er wird häufig in Unternehmen eingesetzt, um Informationen strukturiert und revisionssicher zu archivieren.

Ein Content Server kommt überall dort zum Einsatz, wo große Mengen digitaler Daten sicher verwaltet und langfristig archiviert werden müssen – zum Beispiel für die gesetzeskonforme Aufbewahrung von Rechnungen, Verträgen oder SAP-Daten.

Während ein ECM-System (Enterprise Content Management) eine Vielzahl von Funktionen rund um Dokumentenmanagement, Workflows und Collaboration bietet, konzentriert sich ein Content Server meist auf die zentrale Archivierung und strukturierte Bereitstellung von Inhalten – häufig in Anbindung an Drittsysteme wie SAP.

Die Integration erfolgt über standardisierte Schnittstellen wie SAP ArchiveLink® oder CMIS. Diese ermöglichen es, Inhalte aus SAP-Systemen automatisch im Content Server zu archivieren und bei Bedarf direkt aus SAP heraus wieder aufzurufen.

Ja. tia® Content Server unterstützt sowohl On-Premises- als auch Cloud- und Hybrid-Szenarien. Sie lassen sich flexibel in bestehende IT-Landschaften integrieren – auch in Kombination mit Hyperscalern wie AWS, Azure oder GCP.

CMIS steht für „Content Management Interoperability Services“ – ein herstellerunabhängiger Standard zur Anbindung und Integration verschiedener Content-Management-Systeme. Ein Content Server mit CMIS-Unterstützung kann so flexibel mit unterschiedlichen Systemen kommunizieren.

Ja. tia® Content Server von kgs – ist von SAP zertifiziert. Diese Zertifizierung garantiert die technische Kompatibilität und die Einhaltung von SAP-Richtlinien bei der Archivierung von Inhalten.

Ein Content Server bietet hohe Skalierbarkeit, moderne Schnittstellen, geringe Komplexität im Betrieb und eine sichere, gesetzeskonforme Archivierung. Außerdem lässt er sich flexibel an spezifische IT-Strategien anpassen – ob lokal oder in der Cloud.

Abstraktes petrolblaues Design mit geschwungenen Linien und gepunktetem Muster.Blauer Hintergrund mit geschwungenen Linien aus kleinen Punkten, die von oben rechts nach unten verlaufen.

Weitere Beiträge

Neuigkeiten & Fachbeiträge

Alle ansehen
Abstraktes petrolblaues Design mit geschwungenen Linien und gepunktetem Muster.Blauer Hintergrund mit geschwungenen Linien aus kleinen Punkten, die von oben rechts nach unten verlaufen.
Abstraktes petrolblaues Design mit geschwungenen Linien und gepunktetem Muster.Blauer Hintergrund mit geschwungenen Linien aus kleinen Punkten, die von oben rechts nach unten verlaufen.
21.11.2025
E3 Magazin

SOAP (Simple Object Access Protocol)

Das Simple Object Access Protocol (SOAP) ist ein Netzwerkprotokoll, das vorrangig genutzt wird, um strukturierte Daten zwischen unterschiedlichen Anwendungen über das Internet auszutauschen.

Christina Scharf
21.11.2025
3 Minute/n Lesezeit
18.11.2025
E3 Magazin

Verfahrensdokumentation

Die Verfahrensdokumentation ist ein zentrales Element der rechtssicheren Archivierung. Sie beschreibt detailliert die Prozesse, Systeme und technischen Rahmenbedingungen, die im Unternehmen für die elektronische Archivierung genutzt werden.

Benny Schröder
18.11.2025
3 Minute/n Lesezeit
18.11.2025
E3 Magazin

Unveränderbarkeit

Unveränderbarkeit ist ein wesentliches Merkmal der rechtssicheren und revisionssicheren Archivierung.

Benny Schröder
18.11.2025
3 Minute/n Lesezeit
18.11.2025
E3 Magazin

GoBD

Die GoBD regeln die Anforderungen an die digitale Buchführung und Archivierung in Deutschland.

Christina Scharf
18.11.2025
3 Minute/n Lesezeit
18.11.2025
E3 Magazin

DSGVO-konforme Archivierung

Die DSGVO-konforme Archivierung ist ein zentraler Bestandteil der rechtssicheren Dokumentenverwaltung.

Christina Scharf
18.11.2025
3 Minute/n Lesezeit
21.11.2025
E3 Magazin

Das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) in der Schweiz

Im digitalen Zeitalter, in dem Daten als wertvolle Ressource betrachtet werden, sind gesetzliche Regelungen zum Schutz personenbezogener Daten unerlässlich.

Christina Scharf
21.11.2025
3 Minute/n Lesezeit
Previous
Next

Weitere Infos

Weitere Informationen & Ressourcen